Projekte

Veröffentlicht am 3. September 2020 | by mh-Redaktion

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Herausforderungen durch Anpassungen optimieren

Der Ausbruch des Coronavirus hat bei vielen Menschen große Unsicherheit ausgelöst. Neben dem gesundheitlichen Aspekt gibt es ja auch noch den Wirtschaftlichen. Es gilt einerseits sich selbst und seine Mitmenschen vor Erkrankung zu schützen und andererseits gibt es die Herausforderung, ob und wie man seiner beruflichen Tätigkeit nachgehen kann. Beispielsweise konnten Büroarbeiten ins Homeoffice „umgelagert“ werden, Lieferdienste und andere Dienstleister erfüllen ihre Aufgabe weitestgehend  kontaktlos, der Verkauf im Einzelhandel funktioniert mit Gesichtsmasken und weiteren Schutzmaßnahmen. Soziale und medizinische Bereiche haben sich ebenfalls der Gesundheitslage angepasst. Die allgemeine Wirtschaftslage zeigt aber, dass es viele Branchen auch sehr hart trifft und diese auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Die Coronakrise und ihre Auswirkungen werden noch etlichen Aufwand benötigen –unter anderem finanziell und organisatorisch-um inschallah bewältigt werden zu können.

Die Menschen in unseren Projektländern trifft es besonders hart. Wenn dort das Einkommen einer Familie auf Grund der Coronakrise wegfällt, können sie weder auf Ersparnisse zurückgreifen noch auf staatliche Hilfe hoffen. 

Familien, die vor der Pandemie in der Lage waren sich selbst zu versorgen, wurden durch sie zu Bedürftigen. Seit Ende März 2020 hat muslimehelfen beispielsweise in Indien, Bangladesch und Ruanda Nothilfeprojekte finanziert, um solche Familien zu unterstützen. 

Beim Zustandekommen eines Projekts spielen unter anderem zwei Faktoren eine wichtige Rolle: zum einen gilt es zu klären, was benötigt wird und zum anderen ob die Möglichkeit besteht, es umsetzen zu können. Durch die aktuelle Situation werden vor allem anderen Lebensmittel benötigt. Die Aufgabe, diese zu beschaffen und an bedürftige Familien auszuhändigen, hat sich durch die Pandemie geändert. Der komplette Ablauf eines Projekts muss organisatorisch unter Einhaltung von Gesundheitsschutzmaßnamen erfolgen, um alle vor einer Ansteckung zu schützen. Auch wenn sich die Bedingungen erschwert haben, arbeiten wir zusammen mit unseren Projektpartnern, damit die Hilfe bei den Bedürftigen ankommt.

Um auf den oben erwähnten Faktor nochmal zurückzukommen: Der Bedarf der Menschen ist für die Projektplanung essenziell. Allerdings kann es vorkommen, dass sich situationsbedingt während der Umsetzung eines Projekts der Bedarf ändern kann.

Dabei gilt es, eine sinnvolle Anpassung bzw. Änderung vorzunehmen. Das geschah bei einem Coronanothilfe Projekt in Indien, das ab April 2020 für die Dauer eines Monats umgesetzt wurde. Neben Lebensmittelpaketen sollte auch Seife an bedürftige Familien ausgegeben werden. Da dieser Bedarf aber durch einen Spender vor Ort gedeckt werden konnte, galt es die Projektmittel anderweitig vernünftig zu nutzen und so wurde statt der geplanten Seife, Tee und Gewürzpulver ausgegeben. Auch die Anpassung der Menge bei einigen Lebensmitteln hatte zur Folge, dass 93 Familien zusätzlich unterstützt werden konnten, als ursprünglich vorgesehen. Im Endeffekt geht es immer darum, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und zum Wohle der Bedürftigen, das Bestmöglichste zu realisieren.

Das Coronanothilfe Projekt in Theni in Indien ist eins von vielen Projekten dieser Art bei muslimehelfen. Insgesamt 710 Familien konnten dort mit Lebensmittelpaketen versorgt werden. Ramzan ist 43 Jahre alt und eine der Begünstigten.

Sie sagt: „Mein Name ist Ramzan und ich lebe in Theni. Vor vier Jahren verstarb mein Mann Jalaluddin im Alter von 45 Jahren an Herzstillstand. Ich habe zwei Töchter und einen Sohn. Nach dem Tod meines Mannes begann ich in unserem Dorf als Lastenträgerin in der Landwirtschaft zu arbeiten, um meine Familie zu ernähren. Letzten Monat hat die Regierung auf Grund der Coronapandemie eine Ausganssperre verhängt. Das hat bei uns großes Leid ausgelöst. Durch die Partner von muslimehelfen  haben wir Lebensmittel nach Hause bekommen. Für arme Familien wie wir sie sind war es eine rechtzeitige Hilfe. Wir danken Allah dafür.“

Inschallah gelingt die Eindämmung der Pandemie auf schnellstem Weg, damit weiterer Schaden abgewendet werden kann. Möge Allah uns allen dabei helfen, gut durch die Krise zu kommen und möge Er uns erkennen lassen, dass unsere Mitmenschen  in Not unsere Unterstützung brauchen. Möge Allah unser aller Beschützer sein.


Über den Autor/en

mh-Redaktion

Die Redaktion von muslimehelfen berichtet regelmäßig über die Arbeit von muslimehelfen. Informationen zu den Projekten und Kampagnen, aber auch Wissen & Tun Artikel werden im Namen der mh-Redaktion verfasst.



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